Im Gespräch mit
Seniorinnen und Senioren im Ägerital - Serie
Mi Heimat isch's Ägerital
„Da bin i gebore – da bin i dähei“
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Marcel Vock im Gespräch mit Franz Schnieper ex Narr von Wylä, ex Narrenvater, ex Offsetdrucker, ex …
April 2026
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«Franz, ich danke dir, dass ich dich hier bei dir zuhause interviewen darf.»
Zuerst fragen wir uns, woher wir uns kennen.
Sicher seit 1976 am Flughafen in Kloten, wo wir (du mit Kollegen Ludwig Wiederkehr und Peter Wittker, ich mit meiner Violette), in eine Balair DC-9 mit Ziel Istanbul gestiegen sind. Dort haben wir uns angesehen unter dem Motto „Man kennt sich doch?“. Schon vorher sind wir uns wohl bei „Scherrer Offsetdruck AG Zug“ begegnet. Du als Angestellter – ich als Kunde.
Du hast Jahrgang 1952, bist in Unterägeri geboren, aufgewachsen mit Schwester Maria und den Brüdern Urs und Hansruedi. Du hast das Ägerital nie verlassen. Dein erstes Zuhause war im Haus „Morgensonne“ (heute Maisbühlstrasse 3). Umzug ins Dorf, Primar-u. Sekundarschule in Unterägeri, die 3.Sekundarschule in Oberägeri.

1968 bis1972 Lehre als Buchdrucker in der Druckerei Paul Müller in Zug. 1974 Eintritt in die Scherrer Offsetdruck AG in Zug. 1990 Übernahme der Firma. 2016 Zusammenarbeit mit Druckerei Markus Gysi (DMG). 2017 hat du dich selbst pensionieren lassen.
1979 Heirat mit Bea Annen. Mit ihr hast du 1990 die Offsetdruckerei übernommen und mit drei Angestellten betrieben. Leider verstarb deine Bea am 28. September 2018. Sie hatte den Kampf gegen den Krebs verloren. Da euch Kinder vergönnt blieben, bist du seit diesem Tag allein in deinem zusammen mit Bea gebauten Einfamilienhaus.
Frage ich dich nach Stärken, so sagst du sofort: «Ich treffe mich gerne in Vereinen und sozialen Institutionen.»

Die Liste kann und soll nicht vollständig sein. Fasnacht: Badjöggel, Narr von Wylä und 4 Jahre Narrenvater, Theater spielen (z.B. „Spanische Fliege“ – in Oberägeri) / Turnverein KTV (seit der 6. Primarklasse – heute Sport Union Ägeri). Weitere Hobbys: Pilze sammeln, Reime schreiben und Velofahren.
«Hast du auch Schwächen?» - «Ja, Organisieren überlasse ich gerne andern.»
«Franz, Wie geht es dir heute?» - «Mir geht es gut. Ich habe ein gutes Umfeld, Familie, Freunde, Kollegen, viele kleine Aufgaben, unterstütze das Chlösterli (Mahlzeitendienst). Und wenn mich die Alterskommission ruft, helfe ich gerne bei deren Anlässen wie auch in der kath. Kirche „80+“. Ich sehe mich als „Festdubel“. Ich bin gerne überall dabei.»
«Ich finde es toll, wie du dein zweites Leben eingerichtet hast. „Organisieren“ – deine Schwäche? Dein Auftritt, ruhig und „g‘mögig“, öffnet dir viele Tore.»
«Wo siehst du die Herausforderungen im Ägerital?» - «Die starke Bautätigkeit, heute, in den letzten und nächsten Jahren, geht nicht spurlos an uns vorbei. Gerne erinnere ich mich an die Zeiten, als man sich kannte und grüsste. Das Vereinsleben leidet unter Anonymität. Ich finde es schade für Unterägeri, dass der ganze Talverkehr, ohne Zukunft für Verbesserungen, ausgehalten werden muss. Stau, Lärm und Abgase, als Folge des grossen Bevölkerungswachstums, werden laufend und stark zunehmen. Aber – und das ist mir wichtig - wir leben in einem schönem Tal und in Frieden. Schätzen und geniessen wir dieses Privileg.»

«Lieber Franz, ich danke dir für das offene und interessante Gespräch. Ich freue mich auf viele weitere gute Begegnungen mit dir.
Herzlichst, Marcel Vock, Alterskommission Ägerital»
«Nachsatz: Bei nächster Gelegenheit werden wir unser „50 Jahre Kennenlernen“ hochleben lassen!»
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Für die Alterskommission Ägerital
Marcel Vock
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