Im Gespräch mit Seniorinnen und Senioren im Ägerital - Serie
Mi Heimat isch’s Ägerital
Paul Iten im Gespräch mit der Koordinationsgruppe der Senioren Wandergruppe |
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Da die Senioren Wandergruppe in den Sommermonaten im Ägerital wandert, passt das Interview mit der Koordinationsgruppe auch zu unserer Serie «Mi Heimat isch’s Ägerital».

Diese Koordinationsgruppe trifft sich jeden zweiten Monat im Restaurant Schiff in Unterägeri. Ich konnte die letzte Sitzung im Restaurant Schiff erleben.
Leider wird dieses beliebte Restaurant geschlossen. Das Wirken von Bernadette Gardi als beliebte Wirtin wurde von der Koordinationsgruppe verdankt und ihr für ihre Pensionszeit viele erholsame Jahre gewünscht.

Irene Müller überreicht Bernadette Gardi als Andenken einen Wanderschuh.
Paul Iten: «Seit wann gibt es die Senioren Wandergruppe Ägerital?»
Koordinationsgruppe: «Am 10. Mai 1978 führte eine Gruppe die erste Wanderung für Seniorinnen und Senioren im Ägerital durch. Daran nahmen 13 Personen teil. Als Hauptverantwortlicher wurde auf einem Papier Xaver Müller-Steiner genannt. Ihm zur Seite stand als Wanderleiter Paul Iten-Dittli. Seit diesem 10. Mai findet jeden 1. und 3. Mittwoch eine Senioren-Wanderung statt.»
PI: «Wie seid ihr organisiert?»
KG: «Wir sind kein Verein. Wir sind eine Gruppe von interessierten Männern und Frauen. Wenn jemand aufhört, findet sich immer wieder eine Person, die in der Organisation hilft.
Heute setzt sich die Koordinationsgruppe wie folgt zusammen:
Wanderleiter und Wanderleiterin: Alfred Iten, Irène Müller, Hanspeter Bamert, Kurt Thür und Othmar Terreni, Administration: Wilfried Müller.»
Ich erlebe an dieser Sitzung, wie Wanderrouten besprochen werden. Eine Wanderung darf etwa 2 Stunden dauern und sollten nicht zu starke Steigungen enthalten. Dann wird sofort ins Zielrestaurant telefoniert, um einen Besuch mit 30 Personen abzuklären.
PI: «Wie viele Personen erwartet ihr jeweils?»
KG: «Wir erwarten jeweils 30 Personen. Vor der Corona Zeit kamen jeweils bis 50 Personen. Wir nehmen auf einander Rücksicht und bleiben als Gruppe zusammen. Begrüsst werden jeweils Wanderer zwischen 65 und 85 Jahren. Es kommen auch Personen mit Sehbehinderungen mit. Diese werden dann geführt.
Es ist keine Anmeldung notwendig. Man kann einfach am Sammelplatz erscheinen.»
Wandergruppe März 2025
PI: «Wie werden die Transporte und Restaurant-Besuche finanziert?»
KG: «Jede Frau und jeder Mann kauft das Billett selber. Die Konsumation in den Restaurants wird auch persönlich bezahlt.
Wir organisieren aber jedes Jahr einen Chlausnachmittag und ein Saisonabschlussessen. Diese werden aus der Kasse bezahlt. Von der Gemeinde Unterägeri bekommen wir CHF 1'000 und von der Gemeinde Oberägeri CHF 400. Wir selber geben auch monatlich bei den Wanderern eine Topfkollekte in Umlauf.»
PI: «Finden die Wanderungen mehrheitlich im Ägerital oder Kanton Zug statt?»
KG: «Wir wandern jeden 1. und 3. Mittwoch des Monats. Ferien und schlechtes Wetter gibt es nicht. In den Wintermonaten gehen wir jeweils in tiefere Lagen und organisieren Wanderungen ausserhalb unseres schönen Tals. In den Monaten Frühjahr, Sommer und Herbst geniessen wir die schöne Landschaft in unserem Paradies, genannt auch Ägerital.
Im Herbst organisieren wir auch eine Tageswanderung ausserhalb des Kantons Zug.»
PI: «Herzlichen Dank für eure Arbeit und die Organisation dieser wichtigen Treffen, die der Bewegung und den sozialen Kontakten dienen. In einem Schreiben, das einmal Josef Häusler (Briefträger) schrieb, stand: «Willst du bleiben im Alter gesund und fit – dann mach doch bei den Senioren Wanderern mit!»
Ich danke euch auch, dass ich zur Sitzung kommen durfte und dieses Interview in unserem Newsletter unter www.seniorinaegeri.ch veröffentlichen darf.»
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Für die Alterskommission Ägerital
Paul Iten
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